KinoTipp: Auf der Suche nach dem außerirdischen Vater
KinoTipp: Auf der Suche nach dem außerirdischen Vater
21. April 2017

Eine Chaotentruppe rettet erneut die Galaxie – „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ startet am 27. April mit dem zweiten Teil des unterhaltsamen Sci-Fi-Abenteuers. Wie schon im ersten Teil steht viel auf dem Spiel und wenig läuft nach Plan.

Sie waren die wohl erfolgreichste Chaotentruppe des Kinojahrs 2014: die „Guardians of the Galaxy“. Nun kehrt das Team um Peter „Star Lord“ Quill (Chris Pratt) auf die Leinwand zurück. Noch vieles ist über den neuen Film unbekannt. Klar ist aber, dass die Zuschauer eine actiongewaltige Science-Fiction-Komödie erwartet, in Szene gesetzt mit Hilfe von riesigen Sets, kompliziertem Make-up und natürlich einer aufwendigen Nachbearbeitung am Computer.

Ging es im ersten Teil – neben der Aufgabe, die Galaxie zu retten – vor allem darum, das Zusammenkommen der Guardians zu zeigen, steht die Truppe um Peter nun. Die Guardians sind fast schon eine Familie. Im Laufe des ersten Teils ist Peter ein bisschen erwachsener geworden. Er will Verantwortung zeigen – und fühlt sich als Anführer der Gruppe. Als Junge war Peter zu Beginn des ersten Films nach dem Tod seiner Mutter von Außerirdischen von der Erde entführt worden. Sein Vater, das wurde dann gegen Ende des Films klar, war offenbar nicht von der Erde. Doch was genau hat es mit Peters Vater auf sich? Diese Frage blieb ungeklärt.

In den USA läuft „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ erst am 5. Mai an, mehr als eine Woche nach dem deutschen Starttermin. Da es sich um eine amerikanische Produktion handelt, ist das sehr ungewöhnlich, erklärt vielleicht aber die Geheimiskrämerei, die der Verleih um den Film bislang betreibt.

Ein paar Details sind trotzdem schon bekannt, vieles in Form von Gerüchten, für die es bislang noch keine offizielle Bestätigung gibt. Klar ist, dass der Film – wie der erste Teil – im „Marvel Cinematic Universe“ angesiedelt ist. Es ist der 15. Film in diesem Universum, in dem unter anderem auch „Iron Man“ (2008) und „Captain America: Civil War“ (2016) spielen. Zeitlich liegt die Handlung etwa zwei bis drei Monate nach dem ersten Teil. Gerüchten zufolge klärt sich in dem neuen Film, wer Peters Vater ist. Die von Kurt Russell gespielte Figur soll eine Personifizierung von Ego, dem lebenden Planeten sein. Ego ist eine Figur, die zu den „Elders of the Universe“ gehören soll. Hinter diesem Namen soll sich eine Gruppe mächtiger, antiker Wesen verbergen, die – weiteren Gerüchten zufolge – auch in zukünftigen Filmen aus dem Marvel-Universum auftauchen sollen. Insbesondere in den Filmen der „Avengers“-Reihe, in denen sich die Helden aus verschiedenen anderen Filmen treffen. So in dem Film „Avengers: Infinity War“, der im kommenden Jahr in die Kinos kommen soll. Es gilt als sicher, dass auch in diesem Film die Truppe um Peter vorkommen wird.

Ein dritter Teil ist schon in Planung

Zu den Guardians gehört Rocket, eine mit Hilfe der Gentechnik erschaffene Kreatur, die aussieht wie ein Waschbär. Im englischen Original wird die am Computer animierte Figur von Bradley Cooper gesprochen, in der deutschen Version von Fahri Yardim.

Bekanntermaßen rettete gegen Ende des ersten Films Baumwesen Groot seine Freunde vor dem Aufprall auf den Planeten Xandar, wurde dabei aber selbst zerstört. In den Trümmern fand Peter einen Spross, aus dem eine neue Version seines Freundes zu wachsen begann. Folgerichtig ist im zweiten Teil nun ein kleiner Baby Groot mit dabei. Er hat nicht die Erfahrung des alten Groot; so ganz klar ist – wenn man Äußerungen des Produzenten Jonathan Schwartz glauben darf – zu Beginn noch nicht einmal, ob es noch der gleiche, nur jüngere Groot wie im ersten Teil ist oder quasi ein Kind des alten Groot. Auf jeden Fall muss der kleine Groot all das erst wieder lernen, was der ältere Groot des ersten Teils konnte.

Mit zum Guardians-Team gehört Gamora (Zoe Saldana), eine Außerirdische mit grüner Haut, die im ersten Teil von der bösen auf die gute Seite gewechselt ist. Von Thanos (Josh Brolin), einem bösartigen und unsterblichen Krieger, adoptiert, war sie als Killerin ausgebildet worden. Nun aber gehört sie zu den Guardians und kämpft für die gute Sache. Ihre Adoptivschwester Nebula (Karen Gillan) hingegen kämpft weiter für Thanos; was für Gamora die Dinge nicht gerade einfacher macht. Mit dabei ist auch wieder Drax the Destroyer (Dave Bautista), ein erfahrener Krieger, der sich der Truppe angeschlossen hat, weil er sich an Thanos für den Tod seiner Familie rächen will.


Der erste Film, „Guardians of the Galaxy“, war im Jahr 2014 ein riesiger Erfolg. Weltweit spielte er mehr als 772 Millionen US-Dollar ein. Die Produzenten des Films müssen diesen Erfolg vorausgeahnt haben, bereits vor dem Kinostart war der zweite Teil angekündigt worden, der jetzt in die Kinos kommt. Ein dritter Teil ist nach Aussage von Regisseur James Gunn schon in Planung – ob er dann wieder Regie führen wird, ist noch nicht bekannt.


Wolfgang Lenders

 

 

INFO:
Guardians of the Galaxy Vol. 2
USA 2017
Drehbuch und Regie: James Gunn
Länge: 137 Minuten
Darsteller: Chris Pratt,
Zoe Saldana, Dave Bautista,
Bradley Cooper (Sprecher, OV),
Vin Diesel (Sprecher, OV),
Glenn Close, Kurt Russell,
Sylvester Stallone
Bundesweiter Kinostart:
27. April 2017

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