Kulturverführung
Kulturverführung
21. April 2017

Stadt & Natur: Wogende Blütenfelder in Rot, Gelb, Orange, Lila … Kelch an Kelch stehen sie, Hunderttausende, mit jedem Sonnentag mehr – es ist Tulpenblüte! Und Sie müssen gar nicht nach Holland reisen: Der Britzer Garten lädt zum traditionellen Tulipan. Grafisch angeordnet in Beeten, aber auch bunt in frisch grünende Wiesen eingestreut, können Sie dort meterweise Farben in sich hinein trinken. Und ganz nebenbei noch entdecken, wie variabel die Zwiebelblumen sind: Grazil gezipfelte Krönchen gibt es da und große wuchtige, papageienbunt gefleckte, gefüllte oder auch zart bewimperte Blüten. Die ersten verströmen bereits ihren zarten Duft: Atmen Sie Frühling! Tulipan im Britzer Garten, Sangerhauser Weg 1, 12349 Berlin. Die Tulpenbeete erreichen Sie direkt über die Eingänge Massiner Weg und Mohriner Allee. Weitere Infos unter www.britzer-garten.de.

Bühne: Ein Glück, dass er mit an Bord ist mit seinem akkurat gezwirbelten Schnäuzer und Tropenhut – nur Meisterdetektiv Hercule Poirot kann die Reisenden nun noch retten: Denn gefangen zu sein auf einem Nil-Kreuzfahrtschiff, auf dem sich offensichtlich ein Mörder herumtreibt, das ist kein Spaß. Schon gar nicht, wenn zusätzlich zum Flitterwochenpaar die Ex-Geliebte des frisch gebackenen Ehemanns Quartier bezogen hat, ganz klar in meuchlerischer Absicht. Nicht nur muss der Gatte dran glauben. Auch die Zofe, die das Geschehen beobachtet, wird noch vor ihrer Aussage eiskalt um die Ecke gebracht… Wer hat hier welche Leichen im Keller? Und wieso sind durchweg alle so unglaublich nervös? – Reisen Sie mit, vom ersten Schuss an vorbei an den Tempeln von Luxor bis zum Showdown im Salon. „Tod auf dem Nil“ nach Agatha Christie am Samstag, 22. April, um 16 und 20 Uhr im Berliner Kriminal Theater, Palisadenstraße 48, 10243 Berlin. Weitere Infos und Karten unter www.kriminaltheater.de.

Museum: Neben Gold brachten sie auch Weihrauch und Myrrhe als Geschenke mit, die biblischen Heiligen drei Könige: Düfte also, Kostbarkeiten, an denen das damals durchweg stinkende Abendland noch lange kein Interesse hatte. Bis auch dort Wohlgerüche in Mode kamen: Orientalisches Amber, Damaszener Rose, Orangenblütenessenz oder Zedernholz erlebten plötzlich ungeahnte Wertschätzung. Die Boudoirs zierten kunstvolle Flakons und Tiegelchen, Arabiens Wohlgerüche hielten Einzug in die feinere Gesellschaft, die sich Öle oder Räucherwerk leisten konnte. Mit ihnen gelangten auch Kunst und Wissen aus dem Morgenland zunehmend ins hiesige Bewusstsein … – Schnuppern Sie sich an Meisterwerken islamischer Kunst entlang durch eine Ausstellung: Willkommen zur Entdeckertour mit Augen, Ohren und Nase! Im Fokus: Orientalische Düfte, Führung durch die Sammlung für Islamische Kunst am Donnerstag, 27. April, um 18 Uhr im Pergamonmuseum, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin.

Susanne Wolkenhauer

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