Kulturverführung
Kulturverführung
16. Juni 2017

Konzert: Wenn in Mexiko ein Schmetterling mit den Flügeln schlägt, kann das auf der anderen Seite der Erdkugel einen Wirbelsturm erzeugen. Aber wenn gleich mehrere Musiker im Grünen unter der Leitung von Daniel Barenboim aufspielen? Dann macht das erst mal richtig gute Laune, klar! Und wenn das „Orchester des Wandels“ einlädt, dann passiert auch was fürs Klima: Denn die Künstler haben sich zusammengetan und sorgen zum Beispiel dafür, dass für Klanghölzer kein Regenwald abgeholzt wird. Was dabei herauskommt, können Sie übrigens auch gleich ein paar Meter neben der Bühne erlauschen: Schließlich weiht das „Klimakonzert“ auch gleich noch eine Klangkunstinstallation in den Gärten der Welt ein… Doppelt und dreifach hörenswert – und noch wirksamer als ein Schmetterlingsflügel! Klimakonzert am Dienstag, 18. Juni, um 14 Uhr in der Arena der IGA, Eingang „Gärten der Welt“ am Blumberger Damm 44, 12685 Berlin. Weitere Infos: www.iga-berlin-2017.de.

Stadtgeschichte: Ist es wahr, dass man den riesigen Flughafen Tempelhof vom Mond aus sehen kann? Und dass es auch in den Boden hinein noch mehrere Stockwerke weitergeht, dass sogar das Flugfeld unterkellert ist? Wer schon immer mal wissen wollte, was dran ist an den Legenden rund um das Gebäude und seinen Untergrund: Lassen Sie sich Ihre Fragen vor Ort beantworten und durchstreifen Sie selbst normal verschlossene Flughafenteile. So viel sei verraten: Ja, da ist wirklich ein Tunnelsystem, das in den 30er-Jahren einmalig war. Und noch immer geben Gänge und Räume Rätsel auf: Wer nutzte alles die Luftschutzräume tief unter der Erde? Und was war wohl wirklich im sogenannten Filmbunker, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs ausbrannte? Für alle, die gerne Verborgenes entdecken. Verborgene Orte im Flughafen Tempelhof, Führung täglich außer Dienstag und Mittwoch jeweils um 11 Uhr; Treffpunkt im ehemaligen GAT-Bereich (General Aviation Terminal). Weitere Infos und Tickets unter www.thf-berlin.de.

Ausstellung: Jason und seine Argonauten haben es auf der Suche nach dem Goldenen Vlies bestimmt noch einfach gehabt: Kaum was los auf den Meeren, viel Platz für alle, keine Verkehrsregeln. Aber heute? Gedrängel gerade in Küstennähe – da müssen Markierungen her! Gar nicht so einfach: Schließlich verträgt Feuer kein Wasser, was also bei Dunkelheit tun? Inzwischen gibt’s ja abgedichtete Batterielampen. Aber Anfang des 20. Jahrhunderts richteten sie auf dem Müggelsee extra eine Forschungsstelle ein. Was sie damals alles an Lichtern oder Hupen ausprobierten und was schließlich herauskam: Das seht ihr in der Sonderausstellung „Seezeichen!“, viel Spaß! Seezeichen! – Schlaglichter auf die Orientierung vor deutschen Küsten, im Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin. Weitere Infos unter www.sdtb.de/technikmuseum.

Susanne Wolkenhauer

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