Kulturverführung vom 17. März
Kulturverführung vom 17. März
17. März 2017

Theater:

In Eppelborn tanzen die Puppen! Ich bin begeistert, mehr noch, ich bin ganz entzückt über die Vielfalt des Figuren- und Puppentheaters, das vom Handpuppen- über Tischfigurentheater bis zu Schattentheater, Mischformen und Schauspiel reicht. Kleine Puppen sind nicht nur was für die Kleinen! Alle großen literarischen Stoffe lassen sich auch in dieser Theaterform darstellen. Ein achttägiges Festival bietet für jedes Alter ein spannendes, anregendes und poetisches Programm. Der erste Abend gleich bringt einen großen literarischen Stoff auf die Bühne: die Nibelungensage, die sich vom Nibelungenlied ableitet. Gunther wünscht sich die herrliche, starke Brunhilde zur Braut. Gunther wäre zu schwach, dieses Weib zu erringen. Siegfried führt ihm unter einer Tarnkappe das Schwert. Ein Betrug. Brunhilde darf es nicht erfahren. „Looking for Brunhild – die Nibelungensage als Kammerspiel für Puppen“, Schäfer-Thieme-Produktion aus Berlin, für Jugendliche und Erwachsene, Freitag, 24. März, 20 Uhr; „Die Unschuld von Canterville # Oscar Wilde“, Theater Salz+Pfeffer aus Nürnberg, für Jugendliche und Erwachsene, Samstag, 25. März, 20 Uhr; „Robbi, Tobbi und das FlieWaTüüt“, Familienvorstellung, Sonntag, 26. März, 15 Uhr, jeweils im Big Eppel Eppelborn, „28. Eppelborner Figurentheater-Tage“ vom 24. bis 31. März, im Internet: www.bigeppel.de.


Ausstellung:

Rebell oder Ketzer? Wissenschaftler versuchen, in zahlreichen Neupublikationen Martin Luthers Leben und Wirken auszudeuten. Fest steht: Martin Luther wurde 1483 in Eisleben geboren und starb dort 1546. Er war Augustinermönch und Theologieprofessor, übersetzte die Bibel ins Deutsche und ist Urheber der Reformation. Am 31. Oktober jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung seiner 95 Thesen. Nicht fest steht, dass er sie an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen hat. Das kursächsische Wittenberg war weit weg von Saar und Blies. So überrascht es nicht, dass im Jahr 1517 die Veröffentlichung der Disputationsthesen des Professors Martin Luther hierzulande zunächst nur unter Gelehrten Aufsehen erregte. Das reformatorische Gedankengut erreichte dennoch die Territorien an Saar und Blies. Die in Ormesheim gezeigte Ausstellung beginnt mit der Heidelberger Disputation Luthers, die den Impuls für die Reformation im südwestdeutschen Raum gab und stellt die Entwicklungen in Wort und Bild dar. „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.“ Steht es fest, dass Luther diesen Ausspruch getan hat? Ich weiß es nicht, aber ich glaube es.
„Reformation an Saar und Blies“; Die Ausstellung ist bis zum 21. April zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen, Eröffnung ist am Samstag, 25. März, um 15 Uhr im Rathaus Mandelbachtal.

Michaela Auinger




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