Bauen: Büros werden Wohnungen
Bauen: Büros werden Wohnungen
28. Oktober 2016

Künftig wird es Wohnhäuser neben großen Einkaufszentren oder einem Krankenhaus geben. Auch leerstehende Büroräume können dann leichter in Wohnräume umgewandelt werden. Das hat das Kabinett jetzt beschlossen und somit eine neue Kategorie bei den Baugebieten eingeführt: die sogenannten urbanen Gebiete. Dort ist das Nebeneinander von Wohnen, Arbeiten und öffentlichen Einrichtungen ausdrücklich erlaubt, wenn die Gewerbeeinrichtungen die Anwohner „nicht wesentlich stören“. So steht es im Gesetzentwurf des Bauministeriums. Auch die Bauminister der Länder haben die Idee jetzt bei einem Treffen in Magdeburg begrüßt.

Urbane Gebiete sind deutlich dichter bebaut als normale Wohngebiete. Laut Entwurf dürfen bis zu 60 Prozent der Grundstücksfläche bebaut werden; in reinen Wohngebieten es sind bislang 40 Prozent. Zudem dürfen die Häuser ziemlich hoch werden. Die Fläche aller Geschosse zusammengerechnet darf dreimal so groß sein wie das Grundstück. Diesen Faktor erreicht bislang nur die klassische Block-Bebauung in Innenstädten. Von dieser neuen Regelung profitieren in erster Linie Großstädte, in denen Flächen für den Bau neuer Wohnungen fehlen. Bundesbauministerin Barbara Hendricks möchte außerdem den sozialen Wohnungsbau ankurbeln. Der Bund stellt dafür insgesamt 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Das ist dreimal so viel wie bislang.




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