Chinesen sollen besser aufpassen
Chinesen sollen besser aufpassen
17. Februar 2017

Chinesen in Deutschland sollen nach einer Empfehlung ihrer Botschaft nachts nicht mehr allein auf die Straße gehen. Die Pekinger Vertretung in Berlin warnt ihre Bürger in einem drastisch formulierten „Sicherheitshinweis“ vor den hiesigen Gefahren. Bei der Sicherheitslage habe es eine „große Veränderung“ gegeben, heißt es in dem Hinweis, der seit Dezember auch in chinesischsprachigen Zeitungen verbreitet wurde.

„Vermeiden Sie nach Möglichkeit, nachts allein auf die Straße zu gehen oder sich an abgelegene Plätze zu begeben“, heißt es in dem Text. „Bei der Rückkehr nach Hause versichern Sie sich, ob Ihnen jemand gefolgt ist.“ Nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember sind Chinesen angehalten, auf „ungewöhnliche Phänomene“ zu achten – unter anderem auf Menschen, die „dem Anschein nach Schusswaffen oder Sprengstoff mit sich führen“.

Im vergangenen Jahr wurden mehrere Chinesen Opfer brutaler Gewalttaten in Deutschland. Ein islamistischer Attentäter hatte im Juli in einem Zug nahe Würzburg eine Familie aus Hongkong mit einer Axt schwer verletzt. Im Mai wurde eine chinesische Architekturstudentin in Dessau Opfer eines Sexualmordes. In Bochum wurden zwei chinesische Studentinnen von einem irakischen Flüchtling überfallen.




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