Drei Fragen: „Stimmungen ändern sich wahnsinnig schnell“
Drei Fragen: „Stimmungen ändern sich wahnsinnig schnell“
14. Juli 2017

Es ist die Zeit der Sommerfeste im politischen Berlin: Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wirbt in seiner „Botschaft“ für sein Bundesland. Für die Wahl möchte er aber keine Prognose abgeben.

Herr Weil, welche Bedeutung hat das Sommerfest hier in Berlin in der niedersächsischen Landesvertretung für Sie?
Das Sommerfest ist wirklich ein großartiges Treffen von Niedersachsen-Freudinnen und -Freunden. Es findet zum 17. Mal statt und es kommen immer mehr Menschen zu uns. Wir machen das natürlich, um für Niedersachsen zu werben. Bis jetzt gelingt das sehr gut. Die Landesvertretung ist gewissermaßen die niedersächsische Botschaft in der Bundeshauptstadt. So wie für die anderen Bundesländer ist es für uns sehr wichtig, quasi den Finger am Puls der Bundespolitik zu haben. Ganz abgesehen davon, dass natürlich auch die Bundesratsaktivitäten koordiniert werden müssen. Ich bin persönlich relativ häufig in unserer Landesvertretung.

Nun haben Sie ja in Kürze gleich zwei Wahlkämpfe im Land, zunächst für den Bundestag, dann für den Landtag. Was denken Sie, wie gehen diese für die SPD aus?
Ach Gott, wenn ich das wüsste! Heutzutage ist es wirklich so, dass politische Stimmungen sich wahnsinnig schnell ändern. Und deswegen bin ich ehrlich gesagt völlig außerstande, jetzt eine Prognose abzugeben. Das gilt für die Bundestagswahl, das gilt aber erst recht für die Landtagswahl, die ja noch mal vier Monate später stattfindet.

Aber optimistisch sind Sie?
Ich bin zuversichtlich, was Niedersachsen angeht, allemal. Sie erleben ja hier auf dem Sommerfest die Stimmung. Über Akzeptanzprobleme kann ich persönlich nicht klagen.

Interview: Frank M. Wagner




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