Signal für die Zukunft
Signal für die Zukunft
17. März 2017

Die laufende Saison rückt beim 1. FC Saarbrücken in den Hintergrund. Die Stadionfrage beunruhigt die Fans. Die Vereinsführung bemüht sich um Gelassenheit.

Als FCS-Sportdirektor Marcus Mann am Sonntagnachmittag gegenüber Journalisten per Whatsapp den Transfer von Elversbergs Torwart Daniel Batz ankündigte, glaubten einige noch an einen Scherz. Nachdem wenige Minuten später die offizielle Bestätigung kam, wurde klar: Die Zukunftsplanung beim 1. FC Saarbrücken hat längst begonnen. Der 26-Jährige wird die neue Nummer eins bei den Blau-Schwarzen, die im kommenden Sommer das Projekt Aufstieg ernsthaft angehen wollen. „Daniel ist ein sehr guter Torwart, und er hat seine Klasse bereits bewiesen“, erklärte Mann.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Zeit von David Salfeld beim FCS damit abläuft. Ricco Cymer, der derzeit zwischen den Pfosten steht, hat noch ein Jahr Vertrag, Nachwuchsmann Patrik Herbrand ist gar noch bis 2019 gebunden. Der letztlich mühelose 4:1-Erfolg gegen Aufsteiger Watzenborn-Steinberg geriet fast zur Nebensache. Zwar erklärte Trainer Dirk Lottner nach zwei Niederlagen durchaus erleichtert, „dass diese Punkte guttun und hoffentlich die Leichtigkeit zurückbringen“. Doch die Themen rund um das Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen waren andere.

Dass sich der Saarbrücker Stadtrat dazu entschloss, das Vergabeverfahren für den Umbau des Ludwigsparkstadions auszusetzen, beunruhigt die Fans. Gar vom Ende des FCS war die Rede. Präsident Hartmut Ostermann bemühte sich um Gelassenheit. Wiederholt wies er darauf hin, dass der FCS nicht Herr des Verfahrens sei und man die Gespräche mit der Stadt abwarten müsse. Dass sich der Umbau mit Einzel-Gewerken statt eines Generalunternehmens bis 2020 hinziehen könnte, schockt die FCS-Spitze dabei nicht. Offenbar birgt dieses Modell auch die Möglichkeit einer früheren Rückkehr in den Park.

Spielersuche im Saarland

Der FCS hatte sich bereits vor Beginn der Baumaßnahmen für einen Zug-um-Zug-Umbau während des laufenden Spielbetriebs ausgesprochen. Ideen, die diskutiert werden, gibt es einige. Doch spätestens, wenn eine neue Haupttribüne fertig ist, sollte einem „Spielbetrieb auf der Baustelle“ nichts mehr im Wege stehen. „Unser Präsident wird die Gespräche führen, und es gibt aus Sicht des Vereins keinen Grund zur Panik“, stellte Vize Ferner dar und betonte: „Die sportliche Planung ist von der Stadion-Sache keinesfalls beeinträchtigt.“ Wie zur Bestätigung meldete der Verein am Sonntag den Batz-Transfer. Und mit weiteren potenziellen Neuzugängen ist man bereits in Gesprächen. Pikant dabei ist, dass man sich verstärkt im Saarland umschaut. Neben Batz wurden bereits mit dessen Elversberger Teamkollegen Markus Obernosterer und Matthias Cuntz Gespräche geführt. Das neueste Gerücht: Auch Verteidiger Marco Kehl-Gomez soll auf dem Wunschzettel des FCS-Sportdirektors stehen. Der wiegelt allerdings ab: „Vermutlich wird jetzt jeder SVE-Spieler, dessen Vertrag ausläuft, mit uns in Verbindung gebracht.“  Übrigens: Am Samstag tritt der FCS in Nöttingen an. Neun Spiele dauert die „Übergangssaison“ dann doch noch.

Dominique Rossi





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