App auf die Piste
App auf die Piste
6. Januar 2017

Auch im Winterurlaub und in den Skigebieten ist das Smartphone ein ständiger Begleiter, egal ob auf der Piste, beim Après-Ski oder am Rodelhang. Und dabei geht es nicht nur ums Telefonieren und Texten. Im Schnee offenbaren Handys noch ganz andere Qualitäten.

Wer im Winter in die Berge fährt und sein Handy mit hilfreichen Apps rund um Schnee und Wintersport bestücken will, findet in den App-Stores unzählige Gratisangebote – fast ausschließlich sowohl für Android als auch für iOS. Denn wer Skifahren geht, möchte natürlich ständig über die aktuelle Wetter- und Schneelage informiert sein. Das in diversen Länderversionen erhältliche „iSki“ zum Beispiel gibt neben dem Wetter auch Auskunft über die momentane Schneequalität,   wie auch über Pisten, Loipen oder Wanderwege. „Außerdem gibt es Infos zu Lawinengefahr und Notfallrufnummern sowie eine Suchfunktion für Lifte und Pistenkarten für Skigebiete“, sagt Sébastien Bonset vom Digitalmagazin „t3n“.


Bei Schneeeinbruch warnt etwa die App Warnwetter vom Deutschen Wetterdienst vor Gefahren. Auf einer Karte werden dort alle Unwetterwarnungen angezeigt. Der Vorteil: „Man kann sich eine Warnung für einen bestimmten Ort aufs Smartphone schicken lassen und sehr genau personalisieren“, erklärt Daniel Rottinger vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de“. Eine Push-Meldung warnt dann etwa vor vereisten Straßen oder Schneegestöber – bislang allerdings nur in Deutschland. Geht es zusätzlich um die Wettersituation in Österreich und Südtirol, kann eine Anwendung des Deutschen Alpenvereins (DAV) weiterhelfen.

Alpenvereinaktiv.com bietet zudem Tausende Wandertouren – auch speziell für den Winter – sowie Skitouren, Schneeschuhtouren, Winterwanderungen und Rodelangebote inklusive Karten. „Mit dem interaktivem Tourenplaner können alle Inhalte offline gespeichert werden und stehen dann unterwegs ohne Mobilfunkverbindung zur Verfügung“, erklärt Jochen Brune vom DAV.

Sébastien Bonset rät außerdem zur App „Bergfex/Ski Lite“ (Android) beziehungsweise „Bergfex/Ski“ (iOS). Wie der Name schon verrät, bieten die Apps nicht nur Informationen für Bergsteiger. „Es finden sich Infos zu den großen Skigebieten in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien mit hochauflösendem Kartenmaterial, Wetterbericht und Informationen zu Skiliften, Pistenzustand und Lawinengefahr“, wirbt der Entwickler.

Informationen zu weltweit rund 5.000 Skigebieten bietet die App „Skiresort.de“. „Die App alarmiert die Nutzer, wenn eine bestimmte Menge Schnee gefallen ist“, nennt Sébastien Bonset eine Besonderheit der Anwendung. Sie informiert außerdem unter anderem über Temperatur, Schneetiefe, Windgeschwindigkeit sowie geöffnete Lifte und Trails.

Für jeden Geschmack gibt es inzwischen die passende App

Viele Apps bilden auch die aktuelle Schneelage vor Ort ab. Der DAV empfiehlt hier zum Beispiel Apps wie den „ADAC Skiguide“ oder „Skiinfo“, die Schnee- und Statusinformationen aus den Skigebieten sowie Pistenpläne liefern. Für Lawinenberichte rät der DAV zu „Snowsafe“ für Bayern, Österreich und Südtirol sowie „White Risk“ für die Schweiz. Für Snowboarder, Wanderer und Skifahrer eignet sich „Ortovox“ gleichermaßen: „Neben topografischen Karten gibt es eine Reihe von wählbaren Touren sowie detaillierte Informationen zu Hütten, Pisten und Liften“, erklärt Sébastien Bonset. „Die App ist auf die kompletten Alpen spezialisiert.“

Und ambitionierte Wintersportler finden für ihre Bedürfnisse Anwendungen, bei der die Verbesserung der Leistung im Fokus stehen. Beispielsweise „Trace Snow“: „Die App trackt nicht nur Geschwindigkeit, Höhenunterschied, Kalorien, Distanz und andere Standard-Werte, sondern auch Airtime und Sprünge“, weiß Bonset, der auch noch etwas für soziale Netzwerker im Schnee kennt: „,Snocru‘ zeigt dem Nutzer, wer von den eigenen Freunden ebenfalls auf Pisten in der Nähe unterwegs ist und bietet Messaging sowie Status-Updates.“ Zudem bietet die App auch Infos über Hotspots und Events wie Après-Ski-Partys.

„Maptosnow“ werden wettbewerbs­orientierte Wintersportler mögen. Denn innerhalb der Community können sie ihre Leistung vergleichen. „Ähnlich wie bei einer Fitness-Tracker-App wird die zurückgelegte Strecke aufgezeichnet, wobei Parameter wie Top-Speed, durchschnittliche Geschwindigkeit und Pistenkilometer erfasst werden“, erklärt Daniel Rottinger. Positiv: „Für die Nutzung ist keine Internetverbindung erforderlich, die gesammelten Daten könne auch erst im Nachgang synchronisiert werden.“


Thomas Schörner

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