Scharf auf Männer
Scharf auf Männer
16. Juni 2017

Die dritte Generation des Kia-Kleinstwagens Picanto lockt mit Dynamik und Hightech. Damit soll der bisherige Frauenschwarm künftig auch die Herzen des starken Geschlechts erobern.

Der Picanto, eines der meistverkauften Modelle bei Kia, ist ein Frauenschwarm. Jetzt hat der koreanische Hersteller die dritte Generation des Kleinstwagens an den Start gebracht. Eine jugendlicher wirkende Optik, neue Materialien für den Innenraum und reichlich Hightech und Komfort-Elemente sollen künftig auch mehr männliche Autofahrer hinters Picanto-Lenkrad locken. Der Fahrspaß beginnt bei 9.990 Euro.

Das neue Gesicht des Picanto wird durch den breiteren Kühlergrill geprägt, der eine optische Einheit mit den ebenfalls neu gestalteten, eckigeren Scheinwerfern bildet. Durch den längeren Radstand (2,40 Meter, plus 1,5 Zentimeter) steht das neue Modell optisch satter auf der Straße. Zudem wirkt es im Profil deutlich gestreckt, obwohl sich die Länge nicht verändert hat (3,60 Meter). Besonders dynamisch tritt die Topversion „GT Line“ auf, die sich durch Sportstoßfänger, Seitenschweller, Doppelrohr-Auspuff, markante Farbakzente in verschiedenen Bereichen der Karosserie und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen von den anderen Ausführungen abhebt.

Das Interieur wirkt moderner und strahlt dank veränderter Architektur und neuer Materialien mehr Qualität aus. Auffällig ist das grundlegend umgestaltete Armaturenbrett. In seinem Zentrum befindet sich der Sieben-Zoll-Touchscreen des Navigationssystems, der oben aus der Zentralkonsole herausragt und dadurch besonders bequem abzulesen ist. Direkt unter dem Touchscreen zieht sich eine breite Zierleiste in satiniertem Chrom horizontal über das Armaturenbrett, dessen Abschluss an beiden Seiten große, vertikal positionierte Lüftungsdüsen bilden.

Erstaunlich
viel Stauraum

Die Sitze sind im Normalfall mit schwarzem Stoff bezogen, bei der Sportausführung „GT Line“ allerdings mit Leder samt farblich abgesetzter Seitenwangen und Nähte. Obwohl die Außenmaße gleich geblieben sind und in der Höhe lediglich ein halber Zentimeter (1,485 Meter) hinzukam, genießen die Passagiere in dem kleinen Koreaner mehr Bein- und Kopffreiheit, als sie sonst von den meistverkauften Wettbewerbern im A-Segment gewohnt sind. Dazu trägt nicht zuletzt der längere Radstand bei. Durch die niedrigere Einstiegsschwelle gelingt auch der Zugang bequemer. Hinzu kommt ein Gepäckraum, für den Kia die Benchmark der Klasse reklamiert. 255 Liter passen hinten rein, 55 Liter mehr als beim Vorgänger. Obendrein ist der Stauraum durch einen herausnehmbaren Boden sehr variabel.

Zum Modellstart stehen zwei Benziner zur Wahl, die beide mit einem Start-Stopp-System erhältlich sind: ein Ein-Liter-Motor mit 67 PS und ein 84 PS starker 1,2-Liter-Motor, der optional auch mit Automatikgetriebe bestellt werden kann. Im vierten Quartal des Jahres soll ein Ein-Liter-Turbobenziner mit 100 PS folgen.
Vor allem haben die Kia-Ingenieure auch das Fahrwerk überarbeitet, was zu einer merklich verbesserten Fahrstabilität, einem agileren Handling und damit zu mehr Fahrspaß beiträgt. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die neue, direktere Lenkung, durch die sich zudem der Wendekreis auf 9,40 Meter verkleinert hat.

Neu in der Sicherheitsausstattung ist ein autonomer Notbremsassistent, der optional für alle Ausführungen erhältlich ist. Zwei neue Funktionen des Stabilitätsprogramms, die die Spurtreue in Kurven und beim Bremsen auf gerader Strecke erhöhen, kommen hinzu. Ein Höchstmaß an passiver Sicherheit verspricht Kia infolge einer Karosserie, bei der der Anteil ultrahochfesten Stahls verdoppelt worden sein soll. Bis zu sieben Airbags, inklusive Fahrer-Knieairbag je nach Ausführung, sollen die Passagiere schützen.

Klimaanlage gibt’s
erst ab „Edition 7“

Bereits in der Basisausstattung ist serienmäßig ein Audiosystem mit RDS- und MP3-Funktion, zwei Lautsprechern und Dachantenne sowie USB- und Aux-Anschluss an Bord. Hinzu kommen unter anderem ein Dämmerungssensor, ein Bordcomputer, Zentralverriegelung, ein höhenverstellbares Lenkrad, Servolenkung, Schaltpunktanzeige, Tagfahrlicht und Komfortblinker. Der Picanto bietet zudem eine Zwölf-Volt-Steckdose in der Zentralkonsole, Ablagefächer mit Flaschenhaltern in den Türverkleidungen vorn, Sonnenblenden mit Make-up-Spiegeln, einen Getränkehalter vorn sowie Gepäckraumbeleuchtung. Eine Klimaanlage ist allerdings erst in der nächsthöheren Ausstattung „Edition 7“ verfügbar. Hier gibt es auch eine Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorn, ein Multifunktionslenkrad, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, Wärmeschutzverglasung sowie den herausnehmbaren Gepäckraumboden und Gepäcknetzösen.

Neu ist, dass auf dem Smartphone installierte Apps über das Navigationssystem bedient werden können. Navigation über Google Maps per Sprachsteuerung, freies Sprechen beim Telefonieren, Text- und Spracherkennung sowie das Streamen von Musik – all das ist jetzt im Picanto mittels Apple Carplay möglich.

Karin Weise

 

INFO:
Kia Picanto 1.0 Fünftürer
Getriebe: 5-Gang-Schaltgetriebe
Hubraum: 998 ccm
Zylinder: 3
Leistung: 49 kW (67 PS)
bei 5.500 U/min
maximales Drehmoment: 96 Nm bei 3.500 U/min
Beschleunigung 0 – 100 km/h: 14,3  s
Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h
Kraftstoff: Super
Verbrauch: 4,4 (innerorts: 5,6 /außerorts: 3,7) l/100 km
CO₂-Emission: 101 g/km
Abgasnorm: Euro 6
Einstiegspreis: 9.990 Euro

Merken

Merken

Bild der Woche