Lufthansa macht Druck
Lufthansa macht Druck
16. Juni 2017

Der Lufthansa-Konzern setzt seine wichtigen Drehkreuz-Flughäfen unter Kostendruck. Man werde Umsteigepassagiere künftig über diejenigen Flughäfen lenken, an denen man die höchsten Deckungsbeiträge erzielen könne, kündigte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister in einem Interview mit dem Fachmagazin „fvw“ an. „Künftig wird die Umsteigegebühr der Flughäfen zum entscheidenden Faktor bei der Passagiersteuerung werden“, sagte er.

Die neue Flugplan-Logik der Gesellschaften Lufthansa, Austrian und Swiss könnte vor allem den Frankfurter Flughafen treffen, an dem die Lufthansa als ihrem größten Standort noch mehr als 70 Langstreckenflieger stationiert hat. Die Kosten lägen mitunter 20 Prozent über denen der anderen Konzern-Drehkreuze Wien, Zürich und München. „Bei den aktuellen Ticketpreisen ist das relevant. Logischerweise müssen wir daher von teuren Hubs die Verkehre wegsteuern“, erläuterte der Lufthansa-Vorstand. Fluggästen werden künftig auch günstigere Tickets angeboten, bei denen der Umsteige-Flughafen erst kurz vor Abflug festgelegt wird.




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