Steinerne Zeugen  der Maya-Hochkultur
Steinerne Zeugen der Maya-Hochkultur
17. März 2017

Die Stadt Chichén Itzá wurde wahrscheinlich schon Anfang des 6. Jahrhunderts vom Volk der Itzá gegründet. Die nach ihnen benannte Stadt sollte sich erst in der Spätzeit der Maya zu einem wichtigen Zentrum mit zahlreichen, heute bestens restaurierten Repräsentationsbauten entwickeln.

Auch in der geheimnisumwitterten Ruinenstadt Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán ist eine Pyramide im Zentrum der Tempelanlagen das wohl bekannteste Bauwerk. Wobei es sich bei dem 30 Meter hohen Castillo (spanisch für „Burg“), das auch als Pyramide des Kukulcán, der Schlangengottheit der Maya, bezeichnet wird, um eine Stufenpyramide auf quadratischen Grundriss handelt, dessen insgesamt 365 Stufen womöglich auf einen Jahreskalender verweisen. Dieses Bauwerk wie auch die übrigen zahlreichen monumentalen Repräsentationsbauten auf dem 1.547 Hektar großen Gelände stammen aus der Spätzeit der Maya, deren Volksgruppe der Itzá diese Stadt zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert, unter kräftiger Mitwirkung der ebenfalls hierhin eingewanderten Tolteken, zu einem überregional bedeutenden Zentrum gemacht hatten. Auch der Kriegertempel mit seinen Namen gebenden Reliefs wurde auf einem Pyramidensockel errichtet.

Das raffinierteste Bauwerk ist allerdings das Caracol, ein frühes Observatorium, dessen Plattform und Kammer im obersten Stock des Turms exakt am Lauf von Himmelskörpern ausgerichtet wurden. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der 168 Meter lange und 38 Meter breite Große Ballspielplatz, der angrenzende Tempel der Jaguare mit einem Prozessionsdekor der Raubkatze oder der heilige Brunnen, dem die Stadt ihren Namen verdankte – Chichén Itzá heißt übersetzt „Am Rand des Brunnens der Itzá“.

Peter Lempert








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