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WAS MACHT EIGENTLICH...

Barry Manilow (75) feierte in den 70er- und 80er-Jahren große Erfolge im Musikgeschäft.
Foto: picture alliance / AP Images

… Barry Manilow?

Mit Hits wie „Mandy", „Copacabana" und „Can’t smile without you" feierte er in den 70ern und 80ern große Erfolge und hatte mehrere Nummer-Eins-Titel. Die 2018 preisgekrönte Las-Vegas-Show des 75-Jährigen wird im Juni 2019 wieder aufgenommen.

Vor gut 40 Jahren hatte Barry Manilow auch in deutschen Hitlisten einen festen Platz. Neben dem erfolgreichen, zusammen mit Scott English komponierten Hit „Mandy" ist vor allem sein Urlaubs-Ohrwurm „(At the Copa) Copacabana" öfters noch in den Programmen deutscher Radiosender zu hören. Manilow hat nach den ersten hitträchtigen Jahren weiterhin regelmäßig Songs veröffentlicht und bis heute über 85 Millionen Platten verkauft. Seine Bilanz kann sich sehen lassen: Zwölf Titel erreichten die Nummer eins, 27 schafften es in die Top Ten und 50 in die Top 40. Der New Yorker wurde mit den Musikpreisen Grammy, Emmy und Tony sowie drei American Music Awards ausgezeichnet. Die Ehrungen reißen auch nach seinem 75. Geburtstag nicht ab: Seine aktuelle Show „Manilow: Las Vegas – The Hits come Home" sorgte im Mai 2018 im amerikanischen Spielerparadies wochenlang für ausverkaufte Häuser und brachte ihm den „Best of Las Vegas"-Award ein. Im Vorfeld hatte sich der Show-Start ein wenig verzögert, weil Manilow mit einer akuten Bronchitis ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und erst am Tag vor seinem 75. Geburtstag auf die Bühne zurückkehren konnte. Seine aktuellste Auszeichnung ist die Würdigung durch das Royal Northern College of Music in Manchester: Manilow wurde im September für seine Verdienste um die Musik die Ehren-Mitgliedschaft verliehen.

Falten findet er „gar nicht gut"

Barry Manilow 1981 in einem Studio in Kalifornien.
Barry Manilow 1981 in einem Studio in Kalifornien. - Foto: picture alliance / AP Images 

Ab Mitte der 80er-Jahre war Manilow vor allem mit seinen Alben erfolgreich, hatte eigene Fernseh-Shows und wurde oft im Radio gespielt. Seit Jahrzehnten ist er Stammgast in Las Vegas oder sorgt international für ausverkaufte Konzerte. Mehrfach füllte er den New Yorker Madison Square Garden, 1996 sogar das Londoner Wembley-Stadion und 2011 die dortige O2-Arena. Die meisten seiner Platten der vergangenen Jahrzehnte waren Konzert-Mitschnitte, Konzeptalben mit Coverversionen, Kompilationen und Duett-Produktionen mit prominenten Kolleginnen. Letzte Veröffentlichungen waren 2014 die „Night Songs", die ihm ebenso eine Grammy-Nominierung als bestes Traditional Pop-Vocal-Album einbrachten wie 2015 seine „Dream Duets" mit verstorbenen Stars wie Dusty Springfield, Whitney Houston und Marilyn Monroe. In seinem neuesten, 2017 erschienenen Album „This is my town" beschäftigt Manilow sich mit seiner Heimatstadt New York. Erstmals seit 2011 sind darauf neben Coversongs auch wieder Eigenkompositionen zu hören.

Immer wieder arbeitet Manilow auch als Komponist, Produzent und Arrangeur. So hat er unter anderem zwei Musicals auf die Beine gestellt: „Copacabana", eine Art Langfassung der Story seines 70er-Jahre-Hits, wurde 1994 mit großem Erfolg in London uraufgeführt, und „Harmony", das vom Schicksal der legendären Comedian Harmonists handelt, lief 1997 im kalifornischen San Diego an.

Manilow, der zu den erfolgreichsten Sängern des Showbusiness zählt, hat im Laufe seiner langen Karriere seinem Aussehen schon mehrfach operativ nachhelfen lassen, weil er Falten „gar nicht gut" findet. Obwohl er schon länger heimlich mit seinem Manager Larry Kief zusammenlebte und ihn 2014 geheiratet hatte, bekannte er sich erst 2017 offiziell zu seiner Homosexualität. Nach eigenen Worten hatte er bis dahin immer Angst, dadurch seine Fans zu verprellen. 1964 war Manilow ein knappes Jahr mit einer Schulfreundin verheiratet, hatte sich aber zugunsten seiner Karriere wieder von ihr getrennt.

Spendet Musikinstrumente

Der vielfach preisgekrönte Manilow hat vor einigen Jahren eine Stiftung gegründet, den „Manilow Fund for Health and Hope". Teil dieser Stiftung ist auch das Manilow-Music-Project, das vor über zehn Jahren an der kalifornischen Highschool Palm Springs gestartet wurde. Das Ziel des Projektes ist es, Musikstudenten mit Stipendien auszustatten, alte Instrumente zu erhalten und jungen Leuten das Musikmachen mit eigenen Instrumenten zu ermöglichen. Dazu der Sänger auf seiner Webseite: „Ich bin überzeugt, dass Musik das Leben junger Menschen verändern kann. Wenn wir Kinder dazu bringen, ein Instrument zu lernen, wird sie das zu besseren Menschen machen." Manilow hat der Schule in Palm Springs jetzt vor Weihnachten ein Piano gespendet, um andere Musikfreunde dazu zu ermuntern, ebenfalls neue oder gut gebrauchte Instrumente zur Verfügung zu stellen. Er hatte sich auch bereit erklärt, vor seinem Weihnachtskonzert Instrumentenspenden entgegenzunehmen, um sie an Jugendliche weiterzuleiten.

Manilow, der sich 2006 einer Hüftoperation unterziehen musste, hält nicht viel vom Ruhestand. Im August hatte er einen Auftritt in der TV-Dokumentation über Dionne Warwick und tourte kürzlich noch einige Wochen in Großbritannien. Wenige Tage vor Weihnachten gastierte er zwei Tage im kalifornischen Aqua Caliente Casino mit seiner beliebten „A Very Barry Christmas Show". Auch für das kommende Jahr hat Manilow bereits konkrete Pläne: Bei der Wiederaufnahme seiner 2018er Las-Vegas-Show „The Hits come home" wird er ab 15. Juni 2019 in dem Glücksspiel-Mekka wieder täglich 85 Minuten lang seine größten Hits zum Besten geben.

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