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WAS MACHT EIGENTLICH...

Die No Angels Jessica, Lucy, Nadja, Vanessa und Sandy (von links) im Jahr 2001
Foto: picture-alliance / dpa

… Lucy Diakovska?

Bekannt wurde sie 2000 als Mitglied der Girlgroup No Angels. Sie war Jurorin in Castingshows, Fernsehmoderatorin, Darstellerin in Musicals, veröffentlichte mehrere Solo-Platten und ein Album. 2019 spielte die 43-Jährige beim Kammertheater Karlsruhe.

Heillos zerstritten wie andere Girlgroups sind die No Angels nicht. „Die No Angels werden mir immer am Herzen liegen. Je mehr Zeit vergeht, umso größer wird die Liebe", beschreibt Lucy Diakovska heute das Verhältnis zu ihren früheren Kolleginnen Sandy Mölling, Vanessa Petruo, Nadja Benaissa und Jessica Wahls. Dass es aber eine Neuauflage der erfolgreichen Gruppe geben könnte, hält Lucy für eher unwahrscheinlich. „Aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es irgendwann einmal, die Mädels zusammenzubekommen", macht die rothaarige Sängerin bei „Focus Online" ehemaligen No-Angels-Fans doch noch ein wenig Hoffnung. Die 2000 in der RTL-II-Show „Popstars" gecastete Band hatte sich nach dem zwischenzeitlichem Aus 2003, einem kurzen Comeback 2007 und vereinzelten Auftritten bis 2010 dann 2014 endgültig getrennt.

2019 spielte die 43-Jährige beim Kammertheater Karlsruhe
2019 spielte die 43-Jährige beim Kammertheater Karlsruhe - Foto: picture alliance / Eventpress

Dazwischen forcierte Diakovska ihre Solokarriere, trat vor allem in Musicals auf, absolvierte 2011 ihre erste Solo-Tour und nahm zwischen 2004 und 2010 immer wieder mit viel Erfolg an sportlichen TV-Events wie Stefan Raabs „TV Total Turmspringen" und der „Wok-WM", „Stars auf Eis" oder der „Stock Car Crash Challenge" teil. Kein Wunder daher, dass die Sängerin 2013 ihr sportliches Fitnessprogramm auf der CD „Ganzkörpertraining mit Lucy Dia­kovska" veröffentlichte. Daneben versuchte sie sich als TV-Moderatorin und präsentierte 2011 bei Motorvision-TV die Show „Tuning – Tiefer geht‘s nicht" und 2014 eine Folge lang das Sex-Magazin „Heiß und fettig". In mehreren Castingshows saß sie in Deutschland und Bulgarien in der Jury und gab dort auch Gastspiele in „Promi Big Brother"-Shows. Zuletzt war sie 2019 in „The Masked Singer" zu hören, schied aber gleich aus, weil man sie trotz Oktopus-Kostüm schnell erkannte.

„Es war richtig, wie ich war"

Lucy Diakovska sucht immer wieder das Rampenlicht: „Ich hatte nie das Bedürfnis, meine Persönlichkeit zu schützen", verriet sie kürzlich den „Badischen Neuesten Nachrichten". Überrascht zeigt sie sich aber, dass die No-Angels-Erfolge immer noch so präsent sind: „Ich habe das Gefühl, dass heute mehr Menschen in diese Zeit zurückblicken, als vor zehn Jahren." Oft werde sie sogar von jüngeren Leuten noch auf der Straße angesprochen: „Stimme und Haare, daran erinnert man sich."

Zurückblickend auf ihre Karriere schätzt Diakovska sehr, dass sie sich nie verstellen musste: „Es war genau richtig, wie ich war", sagt sie selbstbewusst. Die No Angels hätten sich ebenfalls immer so gegeben, wie sie sind: „Wir waren sehr selten geschminkt. Jeder musste sich selber stylen. Wir waren sehr roh." Heute würden die Menschen mehr aufpassen, wie sie wahrgenommen werden, „aus Angst, dass jemand das Handy zückt! Die Welt ist voyeuristischer, und die Menschen erlauben sich seltener, einfach zu sein, wie sie sind", sagte Lucy 2018 in der „Web-Talkshow" und schickte gleich noch einen Gruß an die früheren Kolleginnen: „Ihr seid die große Liebe meines Lebens. Ihr werdet immer das Wichtigste in meinem Leben sein!"

Im vergangenen Jahr betrat Diakovska künstlerisches Neuland: Ende 2019 spielte sie erstmals Theater und stand in Karlsruhe einen Monat lang in der Karaoke-Komödie „Tussi Park" auf der Bühne. Die 43-Jährige, die 2010 in zwei Folgen der Serie „Marienhof" zu sehen war, hat das Engagement am Kammertheater spontan zugesagt, obwohl sie noch keine Komödienerfahrung hatte: „Ich bin ein neugieriger Mensch, der sich gerne mal ins Risiko stürzt", gestand sie den „Badischen Neuesten Nachrichten". Und ergänzte: „Ich wollte nie nur Sängerin sein." So arbeitet sie derzeit in ihrer Heimat Bulgarien an verschiedenen Musicalprojekten: „Ich habe zwei Musical-Shows mit einer Philharmonie. Das ist eine ganz andere Arbeit für mich. Ich habe jetzt auch angefangen, eigene Shows zu produzieren und zu organisieren. Das ist etwas, was ich schon immer ausprobieren wollte", betonte sie vor ein paar Monaten bei „Focus Online". In Deutschland hat sie Anfang 2019 auch an der Pro7-Tauschkonzert-Sendung „My Hit. My Song" teilgenommen und das Vorjahr mit einer Weihnachtstournee in Bulgarien abgeschlossen.

Bekennt sich zu Bisexualität

Privat musste Lucy Diakovska 2019 eine schwere Enttäuschung erleben: Die Beziehung zu ihrer Lebensgefährtin Kamelia Veselinova, mit der sie 2013 in Bulgarien ein eigenes Café eröffnet und zuletzt sogar eine Hochzeit geplant hatte, ging überraschend zu Ende. Aber der lebenslustige Rotschopf, der sich offen zu seiner Bisexualität bekennt, wird deshalb sicher kein Kind von Traurigkeit werden und im Freundeskreis zum Spaß am Leben schnell wieder zurückfinden. Trotz ihrer Zuneigung zum eigenen Geschlecht schließt Diakovska Beziehungen zu Männern nicht kategorisch aus. Deshalb habe sie kürzlich in der Komödie „Tussi Park" durchaus kompetent eine von vier Frauen spielen können, die über ihre Männergeschichten berichten: „Aber ich weiß schon, wovon ich rede", kommentierte Lucy ihre Bühnenrolle. Sportlich engagiert sie sich schon seit 2014 für den „Deutsche Post Ladies Run", an dem sie wohl auch in diesem Jahr teilnimmt – wenn er stattfindet.

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