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WAS MACHT EIGENTLICH...

1994 heiratete Lisa-Marie Presley Michael Jackson. Die Ehe hielt nur zwei Jahre
Foto: imago images / Granata Images

… Lisa-Marie Presley?

Die Elvis-Tochter und Alleinerbin seines großen Vermögens schaffte in den 2010er-Jahren mit drei Alben den Durchbruch als Musikerin. Nach vielen privaten Krisen, vier gescheiterten Ehen und dem Freitod ihres Sohnes 2020 widmet sich die 53-Jährige heute vor allem ihren Wohltätigkeitsprojekten und kämpft noch ums Sorgerecht für ihre Zwillingstöchter.

Lisa-Marie Presley hat sich bisher von vier Ehemännern getrennt, aber von der „Liebe ihres Lebens" musste sie sie vor einem Jahr unfreiwillig Abschied nehmen: Ihr Sohn Benjamin Keough wurde erschossen aufgefunden, und alles spricht für eine Selbsttötung. Presley zeigte sich danach „untröstlich und am Boden zerstört", fand aber bei ihren drei Töchtern Unterstützung in ihren „schwersten Zeiten". So bekannte Presley kürzlich an ihrem 53. Geburtstag, dass ihre schauspielenden Töchter Riley (31), Finley und Harper (beide zwölf) ihr sehr dabei geholfen hätten, Benjamins Tod besser zu verarbeiten: „Ohne die drei hätte ich es nicht geschafft", wird sie im Wiener „Kurier" zitiert. Presley, die schon als Kind durch ihre Mutter Priscilla Mitglied der Church of Scientology wurde und sie erst 2014 nach 40 Jahren Zugehörigkeit verlassen hat, ließ ihre ersten beiden Kinder ebenfalls im Umfeld der Sekte aufwachsen. Diese hatte Benjamin für seine massive Drogen- und Alkoholprobleme verantwortlich gemacht, die letztlich zu seinem Tod führten.

„Ihr Vater wäre stolz auf sie"

dDie 53-Jährige widmet sich heute vor allem ihren Wohltätigkeitsprojekten
dDie 53-Jährige widmet sich heute vor allem ihren Wohltätigkeitsprojekten - Foto: picture alliance / Photoshot 

Lisa-Marie musste schon früh unliebsame Erfahrungen machen: Als Vierjährige erlebte sie die Trennung ihrer Eltern, Elvis und Priscilla, und als Elfjährige den Tod ihres Vaters. Zwischen ihrem zwölften und 15. Lebensjahr sah sie sich sexuellen Belästigungen durch Priscillas Freund Michael Edwards ausgesetzt. Infolge dieser Erlebnisse, vieler privater Krisen und gescheiterter Ehen hat die einzige Tochter des „King" immer wieder Drogenprobleme und soll einen großen Teil ihres Erbes für ihre Sucht ausgegeben haben. Lisa-Marie konnte seit ihrem 25. Geburtstag 1993 selbstständig über den sehr großen Elvis-Nachlass verfügen. Allein das legendäre Anwesen „Graceland", das sie 2004 zu 85 Prozent verkaufte, hatte einen Wert von über 100 Millionen Dollar.

Mit 35 Jahren stieg Presley erfolgversprechend in das Musikgeschäft ein: Ihr erstes, fast komplett selbst geschriebenes Album „To whom it may concern" mit der Single „Lights out" kam in den USA auf Platz fünf der LP-Charts und wurde vergoldet. Das zweite Album „Now what" von 2005 war ähnlich erfolgreich. Mit dem Nachfolger „Storm & Grace" von 2012 gelang Presley nach Kritikermeinung der Durchbruch vom Popstar zur Künstlerin, die in ihren Songs auch persönliche Erfahrungen verarbeitet. Ihr Produzent T-Bone Burnett lobte: „Ihr Vater wäre stolz auf sie." Neben ihren drei Alben hat Presley mit vielen bekannten Musikern zusammengearbeitet und auch zwei Video-„Duette" mit ihrem Vater veröffentlicht: „Don’t cry, Daddy" und „In the Ghetto" (2007). Während sie in den vergangenen Jahren immer wieder mal mit einer Band auf Tour ging, hat sie sich seit dem Tod ihres Sohnes weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Hauptsächlich widmet sich Lisa-Marie heute ihrer leitenden Tätigkeit in der von ihr gegründeten „Elvis Presley Charitable Foundation" (EPCF), die sich der Bewahrung des Ruhms von Elvis und seiner Wohltätigkeitsprojekte verschrieben hat. Über die EPCF kümmert sich Lisa-Marie auch um deren Ableger: Seit 2001 ermöglicht ihre Stiftung „Presley Homes" obdachlosen Familien, ein Heim zu finden, und unterstützt sie in finanziellen und Erziehungsfragen. „Elvis Presley Music Room" fördert die Musikausbildung junger Leute und der „Elvis Presley Scholarship Fund" vergibt Stipendien an Kunst-Studenten der Uni Memphis. Daneben gehört Lisa-Marie zu Oprah Winfreys „Angel Network" und war sehr aktiv bei den Hilfen in New Orleans nach dem Hurrikan „Katrina", wo sie eigenhändig Lkw mit Hilfsgütern beladen hat: „Ich mache das, weil ich unbedingt etwas tun muss. Und ich mache alles, was ich kann, um den Menschen zu helfen", begründet sie ihr humanitäres Wirken. Seit 2011 ist Lisa-Marie auch Schirmherrin der Wohltätigkeitsorganisation „Dream Factory", die sich für lebensbedrohlich erkrankte Kinder und junge Erwachsene im Alter von drei bis 25 Jahren einsetzt. Zudem engagiert sie sich in der Grammy Foundation, die Schulen mit außergewöhnlicher Musikausbildung unterstützt. Für ihren beispielhaften wohltätigen Einsatz erhielt Presley 2011 vom Gouverneur von Tennessee und dem Bürgermeister von New Orleans öffentliche Anerkennung.

Wohltätiges Engagement

Trotz ihrer großen Wohltätigkeit wird Presley bis zum heutigen Tag immer wieder von ihren privaten Problemen eingeholt. Obwohl sie sich von ihrem letzten Ehemann Michael Lockwood schon vor fünf Jahren getrennt hatte, vollzog ein Familiengericht erst im Mai diese Trennung offiziell. Immer noch nicht gelöst ist aber der Sorgerechtsstreit des Ex-Paares um die Zwillinge Finley und Harper, weil Lockwood nach Benjamins Tod einen erneuten Rückfall in den Drogenkonsum auf Lisa-Marie zukommen sieht und ihr deshalb die ordnungsgemäße Betreuung der Zwillinge nicht zutraut. Lisa-Marie hofft nun, dass diese Angelegenheit in den nächsten Monaten endgültig zu ihren Gunsten entschieden wird. Vielleicht kann sie dann ja doch mal das Vorhaben umsetzen, ihre Memoiren zu schreiben: „Lieber will ich mein Leben in eigenen Worten wiedergeben, als dass Spekulationen veröffentlicht werden."

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