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WAS MACHT EIGENTLICH...

Alicia Silverstone (41) ist derzeit in der neuen US-Fernsehserie „American Woman“ zu sehen.
Foto: picture alliance / Photoshot

… Alicia Silverstone?

Für ihre Rolle in der Komödie „Clueless – Was sonst?" wurde sie 1996 mit mehreren Film-Preisen ausgezeichnet und hat seitdem in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen mitgewirkt. Derzeit ist die 41-Jährige in der neuen US-Fernsehserie „American Woman" zu sehen.

Neben ihrem Auftritt in der im Juni gestarteten US-Fernsehserie „American Woman" war Alicia Silverstone kürzlich mit ihrer Scheidung von dem Sänger der Band S.T.U.N., Christopher Jarecki, in den Schlagzeilen. Das Paar, das den gemeinsamen siebenjährigen Sohn Bear Blu hat, trennte sich Ende Mai nach einer über 13-jährigen Ehe. „Sie lieben und respektieren sich beide immer noch sehr und bleiben enge Freunde", betonte ihr Pressesprecher. Bear Blu wollen beide aber weiterhin gemeinsam erziehen. „Wir lieben unseren Sohn, und alles ist gut. Er ist so unheimlich unabhängig", sagt Silverstone, weil sie im Herzen immer bei ihm sei. Sie bezeichnet sich als sehr behütende Mutter, die immer Angst habe, etwas falsch zu machen. Die Idee hinter dem von ihr propagierten „Attachment Parenting" sei, die Kinder so zu lieben und an sich zu binden, dass sie „frei sind und sich lösen können." Dieses bindungsorientierte Erziehungsverhalten hat Silverstone 2014 auch in ihrem Ratgeber „The Kind Mama" dargelegt: Es war schon ihr zweites Buch nach „The Kind Diet", das sich mit veganer Ernährung beschäftigt, 2009 Platz eins der „New York Times"-Bestsellerliste erreichte und unter dem Titel „Meine Rezepte für eine bessere Welt" inzwischen auch auf Deutsch erschienen ist. Silverstone ist schon seit 1995 überzeugte Veganerin: „Physisch war die Wirkung einfach phänomenal. Als ich vegan wurde, verlor ich endlich das Gewicht, das ich schon immer loswerden wollte, meine Nägel wurden fester, meine Haut strahlte." Als Veganerin unterstützt sie seit Längerem die Tierrechts-Organisation Peta und ließ sich sogar nackt für deren Werbekampagnen ablichten. Zuletzt protestierte sie 2016 unbekleidet gegen das Tragen von Wollbekleidung. Der 30-Sekunden-Spot fiel aber in einigen US-Bundesstaaten der Zensur zum Opfer. Dagegen hat sich Silverstone bisher geweigert, in ihren Filmen nackt aufzutreten, sodass auf Bodydoubles zurückgegriffen werden musste. Weniger prüde ist sie aber zu Hause. „Bei der Gartenarbeit lege ich die Kleider ab. Außerdem schwimme ich daheim gern nackt und springe auch unbekleidet Trampolin."

Große Rollen blieben aus

Alicia Silverstone in der Komödie „Clueless – Was sonst?“, im Hintergrund Justin Walker.
Alicia Silverstone in der Komödie „Clueless – Was sonst?", im Hintergrund Justin Walker. - Foto: picture alliance / United Archives

Silverstones Karriere begann schon mit fünf Jahren, als sie zu modeln begann und in Werbespots mitwirkte. Schon früh begeisterte sie sich fürs Theater und nahm deshalb mit 13 Jahren Ballett- und Schauspielunterricht. Gleich ihr erster Kinofilm „Das Biest" brachte ihr zwei MTV-Filmpreise ein und weckte auch die Aufmerksamkeit von Aerosmith-Sänger Steven Tyler, der sie 1992/1993 für drei Song-Videos (zum Beispiel „Cryin‘") verpflichtete. 2009 war sie zudem in dem Rob-Thomas-Video „Her Diamond" und 2011 im Beasty-Boys-Kurzfilm „Fight for your right Revisited" zu sehen. Nach ihrem großen Erfolg 1995 als Cher Horowitz in der Teenager-Komödie „Clueless" hat Silverstone nie mehr die ganz großen Rollen bekommen. Der kurzzeitige Superstar musste kleinere Brötchen backen und sich mit Einsätzen in kleineren Filmen, Fernsehserien und Theaterstücken zufriedengeben. Ihre Highlights dieser Zeit sind die Sprechrolle in 54 Folgen der Comic-Serie „Braceface" („Alles klar, Sharon Spitz?", 2001-2003) und die 18 Folgen der TV-Serie „Kate Fox & die Liebe" (2003), die aber trotz Emmy-würdiger Leistung Silverstones nach der ersten Staffel abgesetzt wurde. Zuletzt trat die Schauspielerin noch in den Serien „The Singles Table" (fünf Folgen, 2007), „Subugatory" (vier Folgen, 2012) und „Making a Scene with James Franco" (drei Folgen, 2015) in Erscheinung. Trotzdem, so ein amerikanischer Kritiker, gehört Silverstone zu den Darstellerinnen, die das Publikum vermissen würde, wenn sie nicht mehr aufträten. Vielleicht hat sie ja gerade deshalb im Vorjahr gleich in vier Projekten vor der Kamera gestanden: Außer in der TV-Comedy-Serie „American Woman" noch im Familienfilm „Gregs Tagebuch – Böse Falle", dem Thriller-Drama „Killing of a sacred Deer" mit Colin Farrell und in „Book Club" an der Seite der Alt-Stars Candice Bergen, Jane Fonda und Diane Keaton. „Book Club" läuft ab September in den deutschen Kinos.

„Habe mich in die Rolle verliebt"

Gerade hat Silverstone zudem für einen Horrorfilm der österreichischen Produzentin Veronika Franz und für die Low-Budget-Komödie „Judy Small" vor der Kamera gestanden. „Wenn ich einen Lauf habe, dann mache ich alles", sagt sie. Deshalb hofft Silverstone, dass die derzeit in den USA gesendete TV-Serie „American Woman" ein Erfolg wird und weitere Staffeln gedreht werden: „Ich habe das Script gelesen und fand die Story gut. Ich habe mich sofort in die Rolle verliebt." Silverstone spielt eine reiche Frau, die ihren untreuen Ehemann vor die Tür setzt und dann für sich und ihre beiden Töchter selbst sorgen muss. „Eine unglaubliche Rolle für eine Schauspielerin, eine Frau zu spielen, die gleichzeitig so stark und doch verletzlich ist. Sie hat so viel durchzumachen und muss um ihr Leben kämpfen", sagt Silverstone. Vielleicht schafft die Serie es ja in den nächsten Monaten auch ins deutsche Fernsehen.

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