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WAS MACHT EIGENTLICH...

 In vier Folgen der Serie „Police Academy“ mimte er den jungen Polizisten Carey Mahoney
Foto: picture alliance / Everett Collection

… Steve Guttenberg?

Vor allem mit der Filmkomödien-Serie „Police Academy" wurde er in den 80ern weltweit zu einem Kino-Liebling und wirkte danach in vielen erfolgreichen Familien­filmen und TV-Serien mit. Seit dieser Zeit arbeitet er auch als Produzent, Regisseur und Autor. Gerade hat der 62-Jährige ein Theaterstück fertiggestellt.

Steve Guttenberg, in den 80er-Jahren ein echter Kinostar, konnte in den anschließenden drei Jahrzehnten nicht mehr an seine Glanzzeiten anknüpfen. Vielleicht war er einfach zu nett und unspektakulär, weil er weder mit Skandalen noch mit Frauengeschichten das Interesse der Öffentlichkeit anzog. In seinen Memoiren „The Guttenberg Bible" brachte er jedoch 2012 zum Ausdruck, dass er durchaus mit dieser Art öffentlicher Wahrnehmung zufrieden ist. Seit 1977 hat er bisher in weit über 100 Filmen und TV-Serien mitgewirkt und dafür auch Auszeichnungen erhalten. 1988 kam noch eine Emmy-Nominierung als Produzent des Kurzfilms „Gangs" hinzu, und seit 2011 ist er mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame vertreten. Trotzdem bleibt Guttenbergs Name vor allem mit der Rolle des „Carey Mahoney" in den ersten vier Folgen des Kassenknüllers „Police Academy" verbunden. Ende 2018 hat er nun bei Twitter angedeutet, dass es demnächst einen achten Teil des beliebten Polizeischüler-Films geben könnte und er wohl wieder mit von der Partie sein wird. Gerüchten zufolge wird das Komiker-Duo Keegan-Michael Key und Jordan Peele den achten Teil unter dem Titel „Police Academy – Next Generation" vorbereiten.

Steve Guttenberg besuchte im Dezember 2018 die Premiere von "Das Maultier" in Los Angeles
Steve Guttenberg besuchte im Dezember 2018 die Premiere von "Das Maultier" in Los Angeles - Foto: picture alliance / Photoshot

Der 62-jährige Guttenberg arbeitet bis dahin fleißig weiter und hat sich daran gewöhnt, mit kleineren Rollen zufrieden zu sein. In den zurückliegenden fünf Jahren stand er beispielsweise auf der Besetzungsliste des Fernsehfilmes „Lavantula – Angriff der Feuerspinnen" (2015) und dessen Fortsetzung „2 Lava 2 Lantula" (2016) sowie 2017 einer Folge der US-Fernsehserie „Ballers". Guttenberg spielt in zwei Episoden der 2019/20 ausgestrahlten amerikanischen TV-Serie „Paper Empire" mit und wird demnächst auch in den noch unveröffentlichten Filmen „Trauma Center" und „Roe v. Wade" zu sehen sein. Auch in TV-Shows ist er gelegentlich zu Gast: 2008 schied er in der Tanz-Show „Dancing with the stars" gleich aus, nahm im Mai 2020 in „Holey Moley II" erneut an einem sportlichen Promi-Wettkampf teil und war Anfang August Gast in der satirischen Late-Night-Show „Last Week tonight".

Mit kleineren Rollen zufrieden

Neben seinen Filmrollen hat Guttenberg seit einigen Jahren auch öfter Theater gespielt und dafür durchweg gute Kritiken bekommen. Er stand im Londoner Westend in „The boy next door" auf der Bühne, ebenso in „Prelude to a kiss" am Broadway, wo er bereits 2011/12 in Woody Allens „Honeymoon Hotel" überzeugen konnte. Seit etwa zwei Jahrzehnten versucht er sich auch als Autor: Bereits 2002 konnte er für die Bühnenstück-Verfilmung „P.S. Your cat is dead" sein Talent als Co-Drehbuchschreiber unter Beweis stellen und veröffentlichte 2014 das Kinderbuch „The kids from D.I.S.C.O.". Die ausgangsbeschränkte Corona-Zeit hat Guttenberg genutzt, um ein Theaterstück mit dem Arbeitstitel „The first play of the virus" fertigzustellen: „Man muss so was als Erster machen", begründet er im Magazin „Westside Rag" die Themenwahl und den Zeitpunkt. Er versuche ohnehin, in der Corona-Zeit besonders kreativ zu sein: „Ich habe meine Gitarre wieder rausgeholt und lerne jetzt, besser zu spielen!" Viel Zeit verbringen Guttenberg und seine Frau Emily auch mit gemeinsamem Kochen. Der Police-Academy-Star gibt allerdings zu, dass ihm dabei eher die Helferrolle zukommt und Emily den Ton angibt: „Sie scheucht mich ständig durchs Haus. Corona hat sie munter gemacht, und ich bin nur der Mann hier: Ich befestige Türgriffe, putze Toiletten, ich bin eine richtige Arbeitsmaschine geworden!" Guttenberg will nach Aufhebung der Corona-Beschränkungen endlich wieder mal seine Eltern in Arizona besuchen: „Wenn alles vorbei ist, werde ich auch sobald wie möglich wieder ins Kino gehen, um mit vielen anderen Leuten über eine Komödie lachen können".

Seine Popularität nutzt Guttenberg auch für wohltätige Zwecke. So hat er in der Nähe von Los Angeles das soziale Wohnprojekt „Guttenhouse" gegründet, in dem er Jugendlichen, die bis zum 18. Lebensjahr im Waisenhaus gelebt haben, Wohnmöglichkeiten und Hilfestellungen bietet. Zudem unterstützt er auch die Lymphgefäß-Forschung und ein Brillenprojekt für arme Kinder und engagiert sich für die Tierrechte.

Sehnt sich nach einem Kinobesuch

Das Ehepaar Guttenberg/Smith, das nach einer mehrjährigen Beziehung im Vorjahr geheiratet hat, verbringt viel Zeit mit einem gemeinsamen Hobby: Lego spielen. „Ich habe alles gekauft, was ich in die Hände bekommen konnte! Dafür habe ich über 50.000 Dollar ausgegeben", bekennt Guttenberg. Außerdem hat das Ehepaar etliche lebensgroße Plastiknachbildungen Prominenter angeschafft, um damit die coronabedingte Leere in ihrem Haus in Pacific Paradise zu überbrücken: „Albert Einstein sitzt vor der Tür, Nelson Mandela im Wohnzimmer und Humphrey Bogart am Frühstückstisch", erzählt Guttenberg bei „Westside Rag". Kevin Bacon, Mickey Rourke, Clark Gable, Frank Sinatra und Benjamin Franklin ergänzten die illustre Gästeschar: „So sieht es aus, als wären viele Leute da. Das ist wunderbar."

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